15 Juni 2009 - 19:30

Der Generalsekretär der libanesischen Hisbollah hat erklärt: "Der Widerstand hat zum Sieg des kleinen Landes Libanon über die mächtigste Armee der Region beigetragen."

Seyyed Hassan Nasrallah dementierte in seiner Rede zum neunten Jahrestag der Befreiung des Südlibanon durch die Widerstandsbewegung am Montagabend im Sportstadion Al-Rayah in Südbeirut den jüngsten Spiegel-Bericht im Hariri-Fall. Er beschrieb die politischen Aktivitäten der Hisbollah in Libanon und sprach über die kommenden Parlamentswahlen in diesem Land. Dabei erklärte er die Notwendigkeit, dass alle politischen Gruppen Libanons, darunter auch die Schiiten und Sunniten, an der Bildung eines starken Landes mitwirken. Er sagte in diesem Zusammenhang mit Feindschaft und Feindseligkeiten ließe sich das Land weder aufbauen noch verwalten. Der Generalsekretär der Hisbollah bezeichnete es als wichtigstes Ziel Israels zwischen den libanesischen Volksstämmen Konflikte hervor zu rufen. Er zählte die Komplotte der Israelis gegen den libanesischen Widerstand auf und fuhr fort: "Die Zionisten mussten nach der israelischen Libanonoffensive im Sommer 2006 schwere Schläge einstecken und haben ihre heimtückischen Pläne und Intrigen gegen die Hisbollah intensiviert. Der Generalsekretär der Hisbollah dementierte auch die Behauptung, die der Spiegel gegen die libanesische Widerstandsbewegung aufgestellt hatte, und sah darin eine zionistische Verschwörung. Der libanesische Staatspräsident bezeichnete die Behauptungen des Spiegels als Respektlosigkeit gegenüber dem internationalen Gerichtsprozess zum Fall Hariri. Michel Suleiman hat bei einer Begegnung mit Sergei Lawrow, dem russischen Außenminister gegenüber seine Verwunderung über die Behauptung des Spiegels hinsichtlich einer Verwicklung der Hisbollah in den Terroranschlag auf den ehemaligen Premierminister Libanons Rafiq Hariri erklärt und hinzugefügt: "Das Tribunal zum Fall Hariri ist von einer Politisierung frei." Der russische Außenminister Lawrow kritisierte ebenso die jüngste Behauptung des Spiegels hinsichtlich des Attentats auf Hariri und sah darin ein politisches Spiel zur Beeinflussung dieses internationalen Tribunals. Er sagte, Russland werde nicht zulassen, dass dieser Gerichtsprozess politisiert wird. Der ehemalige libanesische Premierminister war im Februar 2005 bei einem Bombenanschlag getötet worden. Das Den Haager Gericht setzt sich weiter mit der Überprüfung dieser Akte auseinander.